Album-Tipp

© Good Call Records
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UCee - Bridges

RELEASE: 10.05.2019
LABEL: Good Call Records


JAHCOUSTIX - REUNION

Mit „Bridges“ präsentiert UCee der Welt sein zweites Studioalbum. Der Titel des Albums
steht dabei sinnbildlich nicht nur für die musikalische Reise, die der Sänger in der Zeit seit
seinem Debut „International Call“ zurückgelegt hat. „Bridges“ steht darüber hinaus auch für
UCees Verbundenheit zur internationalen Community und zu langjährigen Weggefährten
wie Djei Gogo von Flavor Production, der einen Großteil des Albums mixte und
produzierte. Verwurzelt im Soul der 60er und 70er Jahre überquerte UCee in letzter Zeit
zahlreiche Brücken um schließlich den Sound zu erreichen für den sein Name heute steht.
Der Crossover über Hip Hop zu Roots Reggae, Rockstady und Dancehall gelingt ihm
dabei ebenso mühelos wie sein Leben zwischen Deutschland, Ägypten, Tunesien und
Tschechien.
Zwölf Tunes, die in ihrer Umsetzung nicht unterschiedlicher und in ihrer Message nicht
universaler sein könnten, fügen sich auf „Bridges“ zu einem einheitlichen Bild zusammen.
Der Titelsong „Bridges“ und der Opener „Send A Prayer“ heben sich durch ihr
unberechenbares Auftreten besonders vom Rest des Albums ab, machen eine
Genrezuordnung weder eindeutig noch notwendig und bilden so einen mystischen und
vielversprechenden Einstieg in UCees brandneues Werk. Traditioneller wird es dagegen in
der Mitte des Long Players wo sich an den Drums der meisten Riddims Sam Gilly von
House of Riddim verantwortlich zeichnet und dabei gewohnte Stilsicherheit an den Tag
legt. Ein Tune wie „Girl You Shouldn’t Do That“ liefert hier mit seinem positiven und leicht
zurück gelehntem Riddim die perfekte Grundstimmung um dem Soul in UCees Stimme
maximalen Ausdruck zu verleihen. Experimenteller geht es dagegen bei „My World Is
Empty“ zu, welches sich in seinem Soundgewandt ganz bewusst aus dem Fenster lehnt
und sich dennoch, oder gerade deswegen, hervorragend in das Gesamtbild des neuen
UCee Albums eingliedert. Mit „I Don’t Care“ bringt UCee eine Ganja Hymne zum Mitsingen
auf den Markt. Der Riddim zum Song stammt aus der Schmiede der Rootz Radicals mit
denen UCee demnächst auch den „Candy Kush Riddim Sampler“ zum selbigen Riddim
veröffentlichen wird. Mit dem Dancehall-Brett „All Night“, dessen Video bereits seit einiger
Zeit auf YouTube zu finden ist, und dem clubtauglichen „Mrs. Clean“ liefert UCee
außerdem zwei weitere extravagante Tunes, die dem Album einen würdigen Höhepunkt
bereiten und erneut dem Titel alle Ehre machen. Auch auf „The Bomb“ schafft es UCee im
Duett mit seinem langjähriger Freund Gideon Brücken zu bauen. Der Song im Old-School
Style ist den Veteranen jamaikanischer Musik gewidmet und vertont auf eindrucksvolle
Weise, wie sich UCee auch nach dem Überqueren zahlreicher Brücken immer noch in
Jamaika, dem Ursprungsland des Reggae, musikalisch zu Hause fühlt.
In Zeiten von Streit und Heuchelei setzt UCee mit „Bridges“ ein unüberhörbares Zeichen
für Toleranz und Zusammenarbeit. Schließlich lohnt es sich meistens eben doch eher
Brücken anstatt Mauern zu bauen.


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